Grundlagen · 6 Min. Lesezeit

Grundumsatz berechnen: Formeln, Genauigkeit & Fehler

Dein Grundumsatz ist die Basis jeder Kalorienberechnung. Doch nicht jede Formel ist gleich genau. Hier erfährst du, welche du wann nutzen solltest.

Was ist der Grundumsatz (BMR)?

Der Grundumsatz (englisch Basal Metabolic Rate, BMR) beschreibt die Energiemenge, die dein Körper in völliger Ruhe verbraucht – nur um lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Kreislauf und Zelltätigkeit aufrechtzuerhalten. Er macht bei den meisten Menschen 60–70 % des täglichen Energieverbrauchs aus.

Die drei wichtigsten Formeln

1. Mifflin-St-Jeor (Standard)

Die heute am häufigsten empfohlene Formel. Sie braucht nur Gewicht, Größe, Alter und Geschlecht:

Männer: BMR = 10 × kg + 6,25 × cm − 5 × Alter + 5
Frauen: BMR = 10 × kg + 6,25 × cm − 5 × Alter − 161

2. Harris-Benedict (Klassiker)

Älter und tendenziell etwas ungenauer, da sie den modernen Körperbau weniger gut abbildet. Für historische Vergleiche noch relevant, in der Praxis meist von Mifflin-St-Jeor abgelöst.

3. Katch-McArdle (am präzisesten mit Körperfett)

Diese Formel basiert auf der fettfreien Masse und ist daher besonders genau, wenn du deinen Körperfettanteil kennst – etwa aus einem DEXA-Scan:

BMR = 370 + 21,6 × fettfreie Masse (kg)

Welche Formel ist am genauesten?

Für die breite Bevölkerung liefert Mifflin-St-Jeor die zuverlässigste Schätzung. Sobald du deinen Körperfettanteil kennst, ist Katch-McArdle überlegen – besonders bei sehr muskulösen oder sehr schlanken Menschen, bei denen reine Gewichtsformeln daneben liegen.

Die häufigsten Fehler

Berechne deinen Grundumsatz in 30 Sekunden

Unser kostenloser Rechner wählt automatisch die passende Formel – inklusive Katch-McArdle bei bekanntem Körperfett.

Zum Kalorienbedarf-Rechner

Wie Intaq. den Grundumsatz präziser macht

Intaq. bleibt nicht bei einer Formel stehen. Die App wählt je nach Datenlage automatisch zwischen Mifflin-St-Jeor, Katch-McArdle und Cunningham und ergänzt über 25 Parameter – von Schilddrüsenwerten über Schlaf bis Koffein. So steigt die Präzision von rund 28 % auf bis zu 91 %.